20. Dezember 2022

Ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit

Wer zum BWB Standort Nord in der Westhafenstraße kommt, wird seit 2020 von einem zwei Meter großen Buddy Bären begrüßt. Farbenfrohe Blumen, gestaltet aus dem BWB-Schriftzug, schmücken die ansonsten cremeweiße Figur. Gestaltet hat ihn die Kunstwerkstatt imPerfekt. Nun bekommen auch die Standorte Ost, Süd und Südwest eigene Buddy Bären.

Seit 2002 bevölkern Buddy Bären die Hauptstadt und viele andere Städte, stehen vor Geschäften, Auslandsvertretungen, Un­ter­nehmens- und Verbandsgebäuden und zum Beispiel auch im Berliner Hauptbahnhof. Die freundlichen Bären sind zum Symbol für Toleranz, Weltoffenheit und Völkerverständigung geworden. Damit passen sie perfekt zum Selbstverständnis der BWB. Inzwischen sind die Skulpturen in der ganzen Welt vertreten. Unter dem Titel „Die Kunst der Toleranz“ reist die internationale Ausstellung der United Buddy Bears seit über 20 Jahren um die Welt. Mehr als 140 Bären repräsentieren je ein Land der Vereinten Nationen und wurden von dortigen Künstlern gestaltet.

„Die Farben unseres Bären in Nord spiegeln das ganze Spektrum der BWB-eigenen Farbgebung wider“, erläutert Jaqueline Gaumert, Gruppenleiterin im imPerfekt und verantwortlich für die Gestaltung der Skulpturen. Die Farben für die anderen Standorte sind auf die jeweiligen Gebäude abgestimmt. „Ich bin vorab nach Ost, Süd und Südwest gefahren und habe mir die jeweilige Architektur und den zukünftigen Standort der Bären angeschaut.“ Auf dieser Basis hat Gaumert sich die Farben überlegt. „Wichtig ist, dass man die Figur gut sehen kann. Dafür muss sie einen farblichen Kontrast zum Hintergrund bilden.“ So hat der Bär vor dem dunklen Gebäude des Standorts Süd einen weißen Körper und blaue sowie gelbe Blumen, während der Bär für Südwest vor einem hellen Gebäude steht und deshalb einen anthrazitfarbenen Körper hat. Die Blumenmuster sind hier in Ocker, Gelb und Grün gehalten. Der Buddy Bär, der demnächst vor dem Standort Ost im Blumberger Damm stehen wird, bekommt grüne, gelbe, ockerfarbene und blaue Blumen auf einem weißen Körper.

Gleiches Motiv, individueller Dreh

Das Motiv ist jeweils gleich, nur je nach Standort horizontal gedreht: Auf der weißen beziehungsweise anthrazitfarbenen Fläche ist der Umriss von Berlin projiziert, die Blumenmuster bilden das Umland. Auf der Berlinkarte selbst markieren unterschiedliche große Punkte die BWB-Standorte, wobei der für den Hauptstandort Nord immer der größte ist. „Der jeweilige Standort befindet sich immer in der Mitte“, erläutert Gaumert. „Dadurch ergibt sich auch die horizontale Drehung des Motivs.“ 

Die ersten Gestaltungsentwürfe haben Jaqueline Gaumert und ihre Kollegen sowie die Mitarbeitenden aus dem imPerfekt bereits 2019 erstellt und der Geschäftsführung sowie der Marketingabteilung der BWB in mehreren Runden präsentiert. Im letzten Schritt haben sie zwei Meter große Buddy Bären auf fester Pappe zurechtgeschnitten und vors Haus gestellt, so konnten alle Beteiligten einen plastischeren Eindruck bekommen. „Bei den Entwürfen haben wir immer darauf geachtet, was die Mitarbeitenden nachher auch umsetzen können“, sagt Gaumert. Zudem mussten sie einige Vorgaben der Buddy Bär Berlin GmbH einhalten: So sind Logos und Werbebotschaften auf den Skulpturen untersagt, sie sollen schließlich in erster Linie ein Kunstwerk sein. „Deshalb haben wir uns die Idee mit den Blumen überlegt, die aus den Buchstaben BWB beziehungsweise teilweise auch nur aus ‚B‘s oder nur aus ‚W‘s bestehen.“ Eine Kollegin hat die Buchstaben dann am Computer grafisch in unterschiedlichen Größen und Formen ausgestaltet. Die einen sind rund, die anderen kreuzförmig und dank der unterschiedlichen Größen und Farben lassen sie sich auch gut übereinander kleben. In der BWB werden die Aufkleber dann aus Autolackfolien hergestellt und vorgestanzt.

Im ersten Schritt werden die Bären aus glasfaserverstärktem Kunststoff und Polyester in der Traktorwerkstatt von BWB-Mitarbeitenden mit Sprühfarben grundiert. Anschließend werden im imPerfekt der Berliner Stadtplan und die Standortpunkte darauf projiziert und eingezeichnet. Erst dann kommen die Blumenmuster drauf. Am Ende wird der Buddy Bär mit wetterfestem Lack besprüht. 

„Um die Blumen aufzukleben, braucht es Geduld und Fingerspitzengefühl“, sagt Jaqueline Gaumert. Es dürfen zum Beispiel keine Blasen entstehen. „Vor allem zwei Mitarbeitende machen das richtig gut, sie beherrschen die Komplexität und haben ein gutes Gespür dafür, welches Motiv und welche Farbe an einer bestimmten Stelle gut aussieht.“ 

Anfangs hätten sie noch oft gefragt, wo sie was hinkleben sollen. „Inzwischen haben sie ihren eigenen Stil entwickelt und gehen ganz selbstbewusst daran.“ Das Ganze sei wie intuitive Malerei, das Ergebnis entstehe bei der Arbeit. „Mal sind die Blumen ganz symmetrisch, dann wieder wild durcheinander, mal einfach, mal doppelt oder sogar dreifach geklebt. Ich finde es toll, welche Ideen unsere Mitarbeitenden haben und mit wie viel Kreativität sie die Buddy Bären gestalten!“ 

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